nur ein Schulfach.“
Quellen: IW auf Basis von Bundesagentur für Arbeit, 2009; IW-Zukunftspanel, 2009
In der Abbildung ist die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen MINT-Stellenangebots (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auf Ebene des Bundesgebietes differenziert nach vier Gruppen der Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler (inklusive Mathematik) und Datenverarbeitungsfachleute dargestellt. Sowohl auf Ebene der einzelnen MINT-Gruppen als auch im Aggregat sind in der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots saisonalbedingte und konjunkturbedingte Effekte abzulesen.
Die beiden Hochkonjunkturphasen des Arbeitsmarkts der Jahre 2000 und 2007/08 gingen auch mit besonders hohen, die Abschwungsphase der Jahre 2003/04 entsprechend mit besonders niedrigen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts einher. Im Jahresverlauf ist jeweils ein Rückgang des Stellenangebots in den Wintermonaten zu verzeichnen, der in der Abbildung anhand der zugehörigen Einbuchtungen reflektiert wird.
Summiert über alle MINT-Berufsordnungen und regionalen Arbeitsmärkte belief sich das gesamtwirtschaftliche MINT-Stellenangebot im Bundesgebiet im August 2000 auf rund 285.000 Stellen, was den Höchststand im Betrachtungszeitraum repräsentiert. In Folge des den New-Economy-Boom ablösenden konjunkturellen Abschwungs reduzierte sich die Zahl offener MINT-Stellen bis zum Beginn des Jahres 2004 auf einen lokalen Tiefststand von rund 95.200 oder etwa ein Drittel des Ausgangsbestands. Ihr nächstes lokales Maximum erreichte das Stellenangebot im MINT-Segment im August 2008 bei einem Stand von rund 215.400, im Dezember 2011 belief es sich bei steigender Tendenz auf gut 246.000 Stellen. Für die nächsten Jahre wird weiter eine steigende Tendenz erwartet.
Diese Entwicklung der Fachkräftenachfrage verlief in allen MINT-Segmenten ähnlich. Den größten Anteil am Stellenangebot hatten nahezu während des gesamten Zeitraums die Vakanzen für Ingenieure, die im Durchschnitt für knapp 43 Prozent der im MINT-Segment offenen Stellen gesucht wurden. Eine Ausnahme stellte in dieser Hinsicht das Jahr 2000 dar, in dem wegen des New Economy Booms vor allem Informatiker nachgefragt wurden.
Die SAMSON AG aus Frankfurt am Main ist MINT-Botschafter-Unternehmen des Monats September. Das Unternehmen für Mess- und Regeltechnik erhält als drittes Unternehmen eine Auszeichnung für seine besonderen Aktivitäten in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Herzlichen Glückwunsch! Weiterlesen...