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Entwicklung der MINT-Fachkräftelücke seit August 2000

In der Abbildung ist das Zusammenwirken von MINT-Arbeitskräftebedarf und -angebot in Form der Entwicklung der MINT-Fachkräftelücke auf Ebene des Bundesgebietes differenziert nach den vier Gruppen der Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler (inklusive Mathematik) und Datenverarbeitungsfachleute dargestellt.


Quellen: IW auf Basis von Bundesagentur für Arbeit, 2009; IW-Zukunftspanel, 2009

Die MINT-Fachkräftelücke ist etwas größer als die Differenz der offenen Stellen und der Arbeitslosen, da arbeitslose Chemiker in Mecklenburg-Vorpommern nicht mit offenen Stellen für Maschinenbauer in Baden-Württemberg verrechnet werden können. Die MINT-Fachkräftelücke, die sich aus der Differenz der Vakanzen und der Arbeitslosigkeit im MINT-Segment berechnet, wird in der oberen Grafik dargestellt. Summiert über alle MINT-Berufsordnungen und regionalen Arbeitsmärkte war im Oktober 2000 im Bundesgebiet eine MINT-Fachkräftelücke in Höhe von knapp 181.000 Personen zu verzeichnen. In Folge des den New-Economy-Boom ablösenden konjunkturellen Abschwungs reduzierte sich diese Lücke bis zum Beginn des Jahres 2004 auf knapp 20.000 Personen oder etwa 11 Prozent ihres Ausgangsbestands. Ihr nächstes lokales Maximum erreichte die MINT-Lücke im September 2008 bei einem Stand von rund 144.000 Personen, im Dezember 2011 betrug sie bei steigender Tendenz gut 179.000 Personen, davon rund 58 Prozent im Ingenieursegment. Die Lücke erreichte bereits im Mai 2011 ein neues Zehn-Jahres-Hoch.

Über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg zeigte sich der Ingenieurengpass als persistent und wies von seinem Minimum Anfang des Jahres 2004 bis zu seinem Maximum Mitte des Jahres 2008 eine vergleichsweise moderate Amplitude auf. Hingegen oszillierte der Engpass im Segment der Datenverarbeitungsfachleute zwischen einem Maximum von knapp 110.000 Personen Mitte des Jahres 2000 und einem Minimum von 0 bereits Anfang des Jahres 2003. Auch im Segment der Techniker ist selbst in Phasen des Arbeitsmarktabschwungs noch ein residualer Engpass vorhanden, wenngleich sich dieser auf die Berufsordnung der Maschinenbautechniker beschränkt. Für die nächsten Jahre wird jedoch auch hier wieder eine steigende Tendenz erwartet.

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