nur ein Schulfach.“

Im imposanten Truck Forum von MAN erlebten rund 300 MINT-Interessierte, MINT-Botschafter und Schüler einen spannenden MINT-Tag beim Gastgeber MAN in München. Die gewaltigen Trucks wurden scharenweise und mit leuchtenden Augen von den Schülern und so manchem Erwachsenen erklommen. Viele neue Gesichter verfolgten mit großem Interesse die Vorträge, Live-Experimente und kontroverse Polit-Diskussionsrunden.

Thomas Sattelberger, Personalvorstand Deutsche Telekom AG und Vorsitzender der Initiative, verwies darauf, dass hochwertige deutsche Technologieprodukte und –services das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft seien: „Wir leben von der Ingenieurskunst am Standort Deutschland. Die Technologiefachkräfte aller Disziplinen fehlen durch den strukturellen und demographischen Wandel schmerzlich.“ Die Situation wird einer aktuellen Prognos-Studie zufolge in Zukunft noch verschärft. Danach werden dem deutschen Arbeitsmarkt im Jahr 2015 bereits fast drei Millionen Fachkräfte fehlen.

„Wir müssen beharrlich und kompetent dicke Bretter bohren. Wir haben mittlerweile mehr als 900 Aktivitäten, Angebote und kontinuierliche Aktionsbündnisse auf unserer Plattform „MINT Zukunft schaffen“ versammelt. Das MINT-Botschafternetzwerk bildet mit seinen mehr als 1.900 engagierten Botschafterinnen und Botschaftern inzwischen ein großes Potential, das tatkräftig zur positiven Entwicklung beiträgt. Ein erfreulicher Trend wird im MINT–Meter deutlich: Jeder dritte Erstabsolvent eines MINT-Studiengangs ist weiblich. Insbesondere unter den Absolventen des Bereichs Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften (MIN) ist ein sehr deutlicher Anstieg der Frauenquote auf knapp 41 Prozent zu erkennen“, sagte Sattelberger.

Mit Spannung wurde der Preisverleihung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft im Wettbewerb: “Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT- Absolventen“ entgegen gesehen. Stifterverband und Heinz-Nixdorf- Stiftung fördern Vorhaben an deutschen Hochschulen, um mit neuen Ideen mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler auszubilden. Die engagierten Preisträger
werden bei ihren Projekten mit jeweils bis zu 300.000 € gefördert.
Bei guter Stimmung in der MINT-Veranstaltung wurde klar: Es bewegt sich bei MINT etwas in die richtige Richtung, aber alle Beteiligten müssen kontinuierlich und beharrlich engagiert bleiben, weitere Botschafter und Initiativen gewinnen und intensive „Graswurzelarbeit“ über alle Zielgruppen hinweg leisten.
Die Zahl der Studierenden in den MINT-Fächern wächst langsamer als in anderen Fächern. Insbesondere in den Ingenieurwissenschaften zeichnet sich ein Nachwuchsmangel ab. Dafür können gesellschaftliche Prozesse wie sich verändernde soziale Milieus, ein sich wandelndes Bild von naturwissenschaftlichen oder technischen Berufsfeldern und ein Wandel in den Einstellungen zu Technik und technologischem Fortschritt insgesamt verantwortlich sein. Mehr …