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„Den Schülern Impulse geben, Anstöße“


Das Gymnasium Alexander von Humboldt Werdau ist seit diesem Jahr eine von inzwischen bundesweit 600 MINT-freundlichen Schulen. Im Interview erzählen Lehrer und Schüler von ihren MINT-Projekten.


Glückwunsch zur Auszeichnung! Welche MINT-Projekte gibt es denn an Ihrem Gymnasium?
Herr Düniß: Wir nehmen an verschiedenen Wettbewerben teil. Regelmäßig zum Beispiel an der Mathematik Olympiade. Dazu gibt es Fördergruppen. Und die älteren Schüler unterstützen dabei auch die jüngeren, was ich sehr schön finde. Dann machen wir beim First Tech Challenge mit. Das fand zuletzt an einer amerikanischen High School in Bayern statt; das war schon sehr eindrücklich für die Schüler.

Das ist nicht der einzige Roboter-Wettbewerb, an dem Sie sich beteiligen, richtig?
Herr Hering: Stimmt. Wir nehmen auch seit Jahren an der First Lego League teil. Da muss man in relativ knapper Zeit einen Roboter konstruieren, bauen und einer Jury vorstellen, außerdem eine Präsentation zu einem naturwissenschaftlichen Thema halten.

Und das Interesse der Schüler ist groß?
Herr Hering: So groß, dass wir leider nie alle aufnehmen können in die Gruppe. Hannes ist jetzt schon seit drei oder vier Jahren dabei...
Hannes: Mit Lego habe ich schon als Kind gerne gespielt. Roboter zu programmieren macht natürlich noch mehr Spaß. Und auch den Forschungsvortrag vorzubereiten und vorzutragen, hat mir gefallen.
Herr Hering: Die Schüler lernen dabei viel. Aber es geht auch vor allem darum, zu zeigen, dass man mit Technik und Naturwissenschaften Spaß haben kann. Man sieht seinen Erfolg, ganz konkret, man hat was in der Hand, was man selbst geschaffen hat. Das ist toll.

Welche Projekte gibt es neben den Wettbewerben?
Paul: Wir haben bei der Langen Nacht der Technik in Zwickau mitgemacht. Da haben wir einen Raum bekommen, in dem Lehrer, Schüler und Eltern gemeinsam ausgestellt haben, was unsere Schule so hervorbringt. Das war eben die Robotertechnik, aber auch physikalische Experimente und ein Solarmobil.
Herr Düniß: Da werden wir auch nächstes Jahr wieder mitmachen. Tradition hat auch unser Projekttag, da beschäftigt sich jede Klassenstufe mit einem anderen naturwissenschaftlichen Thema.

Arbeiten Sie da auch mit anderen Bildungsstätten, Unternehmen und Organisationen zusammen?
Herr Düniß: Ja, das ist uns sehr wichtig. Beim Projekttag sind etwa das Haus der Entdecker, der Rettungsdienst und der ADAC dabei oder auch der Segelfliegerverein, der Flugplatz Zwickau. Auch im normalen Unterricht binden wir Unternehmen und Institutionen aus der Region ein. Wenn ich etwa das Thema Energie behandele, wende ich mich an die Stadtwerke. Da schauen wir uns dann die Solardächer an und alles rund ums Thema regenerative Energie.   
Florian: Und dann gibt es natürlich auch die Hochschulen. In der 10. Klasse hatten wir das Thema Aerodynamik, Strömungslehre an Fahrzeugen. Da konnten wir Versuche im Strömungslabor an der Hochschule machen.

Ergeben sich aus solchen Kooperationen dann auch Anknüpfungspunkte für die Schüler, was die Berufsorientierung angeht?
Herr Düniß: Absolut. Sebastian hat zum Beispiel mit einer Facharbeit an der Uni Chemnitz angefangen und dann ein Chemie-Praktikum dort angehängt. In der 9. Klasse!  

Sind die externen Einrichtungen offen für Anfragen von Schulen?
Herr Düniß: Da gab es bisher noch nie negative Erfahrungen. Ein Kollege organisiert jedes Jahr einen Tag der Berufs- und Studienorientierung. Da kommen Wirtschaftsunternehmen aus dem Ort, aber auch bis aus Bayreuth. Und die Universitäten: Halle, Chemnitz, die Hochschule für Telekommunikation Leipzig...

Haben euch solche Veranstaltungen und Projekte bei euren Berufswünschen weitergeholfen?
Isabel: Ja, auf jeden Fall. Ich will später irgendetwas im MINT-Bereich machen. Was genau, weiß ich aber noch nicht.
Florian: Ich schon. Ich werde Kraftfahrzeugtechnik studieren. Bei den Wettbewerben zum Beispiel lernt man aber auch viel abseits der technischen Themen, zum Beispiel gut zu planen und zu präsentieren.
Herr Düniß: Viele ehemalige Schüler sind in den Ingenieursbereich gegangen. Ich denke, sie bekommen von uns eine solide Grundlage, auf der sie dann im Studium oder in der Ausbildung aufbauen können. Das ist eigentlich das Schönste für einen Lehrer: zu sehen, du hast den Schülern Impulse gegeben, Anstöße, hast ein bisschen Anteil daran gehabt, dass sie ihren Weg gefunden haben und glücklich geworden sind.

(jk)

jungvornweg
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Auszeichnung der MINT-freundlichen Schulen, Bayern 2011, mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Thomas Sattelberger (Mitte)

Alle Bilder und Dokumente der Auszeichnung "MINT-freundliche Schule" in Bayern zum Download finden Sie hier: Fotos Bayern 2011

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