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MINT-Lücke

Entwicklung der MINT-Arbeitskräftelücke hochqualifizierter Tätigkeiten seit August 2011

In der Abbildung ist das Zusammenwirken von MINT-Arbeitskräftebedarf und -angebot in Form der Entwicklung der MINT-Arbeitskräftelücke auf Ebene des Bundesgebietes dargestellt. Ab August 2011 ist diese zusätzlich differenziert nach den drei Segmenten MINT-Expertentätigkeiten (i.d.R. Akademiker), MINT-Spezialistentätigkeiten (i.d.R Meister und Techniker) und MINT-Fachkräfte (i.d.R. Ausbildungsberufe) abgebildet.

Entwicklung der MINT Fachkräftelücke

MINT-Arbeitskräftelücke hochqualifizierter Tätigkeiten (Klassifikation der Berufe 2010)

Informationen zur MINT-Fachkräftelücke finden Sie hier (weiterlesen).


Die Untersuchung der MINT-Lücke stellt das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot, die arbeitslosen Personen und die Fachkräftelücke im MINT-Segment seit August 2000 dar. Die MINT-Fachkräftelücke ist größer als die Differenz der offenen Stellen und der arbeitslos gemeldeten MINT-Kräfte in Deutschland, da beispielsweise ein Überschuss an arbeitslosen Chemikern in Mecklenburg-Vorpommern nicht mit einem Überschuss an offenen Stellen für Maschinenbauingenieure in Baden-Würrtemberg verrechnet werden kann. Alle Berechnungen beruhen auf den Meldequoten offener Stellen der Bundesagentur für Arbeit, die das Institut der deutschen Wirtschaft mittels des IW-Zukunftspanels 2009 ermittelt hat.

Unterschiede der MINT-Lücke in den Jahren 2000 und 2008



Methodik des Instituts der deutschen Wirtschaft auf der Basis des IW-Zukunftspanel sowie der BA-Meldequote

Erläuterungen zur MINT-Lücke

Im MINT-Sektor besteht ein deutlicher Handlungsbedarf, der auch bei Betrachtung verschiedener MINT-Indikatoren im internationalen Vergleich offensichtlich wird. So ist in Deutschland die Zahl der MINT-Hochschulabsolventen  im Vergleich zur Zahl aller erwerbstätigen Personen gering und liegt deutlich unter dem OECD-Durchschnitt. Ursächlich dafür ist die im internationalen Vergleich insgesamt sehr niedrige Studienabsolventenquote von rund 26 Prozent. Bezogen auf diesen geringen Anteil an Akademikern reicht auch ein überdurchschnittlich hoher Anteil von MINT-Absolventen an allen Hochschulabsolventen nicht aus, um den MINT-Bedarf der deutschen Volkswirtschaft zu decken. Eine höhere Studienabsolventenquote und eine Steigerung des MINT-Anteils stellen damit zwei mögliche Erfolgswege für den mittel- bis langfristigen Abbau der MINT-Lücke dar. Auch unter den Frauen könnten zusätzliche MINT-Potenziale gewonnen werden.

In den letzten Jahren hat sich eine Fachkräftelücke im Bereich der MINT-Qualifikationen aufgebaut. Diese ist zwar ebenso wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung konjunkturellen Schwankungen unterworfen, unabhängig davon droht sich die MINT-Lücke im kommenden Jahrzehnt aus strukturellen Gründen jedoch deutlich auszuweiten:

Demografiebedingt sowie entsprechend des jährlichen Expansionsbedarfs besteht bis zum Jahr 2014 ein jährlicher Bedarf von insgesamt rund 100.000 Fachkräften, ab 2015 steigt die Zahl auf rund 111.000 pro Jahr an. Die jährliche Anzahl an Hochschulabsolventen wird diesen Bedarf nicht decken können. Es besteht damit erheblicher Handlungsbedarf, um den Technologiestandort Deutschland fit für die Zukunft zu machen.

Letztendlich wird die Basis für mehr MINT aber in den Schulen gelegt. Knapp jeder siebte Schüler in Deutschland gehört in den MINT-Fächern zu den hochkompetenten Schülern. Damit erreicht Deutschland innerhalb der OECD einen guten Mittelfeldplatz. Besonders hoch sind die MINT-Kompetenzen in Finnland, Korea und Neuseeland. Dort steht ein hohes Potenzial an Schülern mit sehr gut ausgeprägten Kompetenzen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zur Verfügung, die leicht für ein späteres Studium in einem MINT-Fach gewonnen werden können. In Deutschland besteht in dieser Hinsicht noch Verbesserungspotenzial.

Politische Forderungen

Um den MINT-Standort Deutschland zu stärken, ist folglich der Anteil der MINT-Absolventen zu erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, sollte die Politik:

  • Einsparpotenziale durch rückläufige Schülerzahlen nicht realisieren, sondern reinvestieren,
  • die Zahl der Lehrerstellen in den MINT-Bereichen erhöhen,
  • den naturwissenschaftlichen Unterrichts bis zum Abitur verankern,
  • zusätzliche MINT-Studienplätzen aufbauen und
  • durch Studienreformmaßnahmen die Abbrecherquoten vermindern.
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