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Das MINT-Meter

Der MINT-Arbeitsmarkt hochqualifizierter Tätigkeiten

Die Untersuchung des MINT-Arbeitsmarktes in der Klassifikation der Berufe 2010 stellt das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot, die arbeitslosen Personen und die Arbeitskräftelücke im MINT-Segment hochqualifizierter Tätigkeiten seit August 2011 dar. Da die Arbeitsmarktberichterstattung der  BA im August 2011 umgestellt wurde und sich das Meldeverhalten bei der BA mit Blick auf offene MINT-Stellen verändert hat, sind die Arbeitsmarktdaten nach der Klassifikation der Berufe 2010 nicht mit Daten auf Basis der vormals verwendeten Klassifikation der Berufe 1988 vergleichbar.

 

Die Daten werden differenziert nach drei Segmenten MINT-Expertentätigkeiten (i.d.R. Akademiker), MINT-Spezialistentätigkeiten (i.d.R Meister und Techniker) und MINT-Fachkräfte (i.d.R. Ausbildungsberufe) ausgewiesen. Zu den MINT-Expertentätigkeiten zählen solche Berufe, deren Ausübung in der Regel den vorherigen Abschluss eines (vierjährigen) naturwissenschaftlich-technischen Hochschulstudiums voraussetzen (z.B. Ingenieur-, Informatiker- oder Chemikerberufe). Zu den MINT-Spezialistentätigkeiten zählen solche Berufe, deren Ausübung in der Regel den vorherigen Abschluss einer technisch orientierten Aufstiegsfortbildung voraussetzen (z.B. Industriemeister, Techniker).

 

Die MINT-Arbeitskräftelücke hochqualifizierter Tätigkeiten kann größer sein als die entsprechende Differenz der offenen Stellen und der arbeitslos gemeldeten MINT-Arbeitskräfte in Deutschland, da beispielsweise ein Überschuss an arbeitslosen Chemikern nicht mit einem Überschuss an offenen Stellen für Maschinenbauingenieure verrechnet werden kann (qualifikatorischer Mismatch). Für Arbeitslose wird eine bundesweite Mobilitätsbereitschaft bei der Besetzung offener Stellen angenommen. Alle Berechnungen beruhen auf den Meldequoten offener MINT-Stellen der Bundesagentur für Arbeit, die das Institut der deutschen Wirtschaft mittels des IW-Zukunftspanels im Jahr 2011 ermittelt hat. Details zur Methodik finden sich im MINT-Herbstreport 2013.

Hinweis: Im Juni und Juli 2011 Umbruch der Zeitreihe, neue Methodik ab August 2011
Quellen: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Bundesagentur für Arbeit, verschiedene Jahre

Alle drei MINT-Berufssegmente haben saisonal bedingt einen Rückgang des Stellenangebots und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verbucht. Wie für den Januar typisch, ist die MINT-Arbeitskräftelücke daher im Vormonatsvergleich deutlich gesunken und lag noch knapp über der Marke von 100.000. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres lag sie jedoch noch um 15.000 höher.

Für spezifischen Hintergrundinformationen zur Fachkräftelücke, den MINT-Stellenangeboten und der MINT-Arbeitslosigkeit klicken Sie bitte hier.

Klicken Sie auf einen der Balken, um direkt den Verlauf der Indikatoren angezeigt zu bekommen.

MINT-Indikatoren

Mit dem MINT-Trendreport sind neben den Betrachtungen des aktuellen Arbeitsmarktes und der Lohnentwicklung für MINT-Fachkräfte auch die MINT-Indikatoren des MINT-Meter mit aktuellen Werten abgebildet. der MINT-Wassserstandsmelder gibt hier die Zusammenfassung aller acht nationalen Kennzahlen und zeigt deren Entwicklung auf.

Dieser "Wasserstandsmelder" misst den Fortschritt von acht Indikatoren der Politischen Vision von "MINT Zukunft schaffen" seit dem Jahr 2005. Die Entwicklung bei den mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der deutschen Schüler bildet die Grundlage für künftige gute Ergebnisse bei den anderen Indikatoren. Der Stand der "MINT-Ersatzquote" zeigt auf einen Blick den Einfluss aller bisherigen Maßnahmen auf den MINT-Fachkräftemangel und die Stärkung des MINT-Standorts Deutschland.

Alle acht nationalen Kennzahlen (Indikatoren) auf einen Blick finden Sie hier.

MINT-Frühjahrsreport 2013

Den deutschen Unternehmen fehlen aktuell rund 123.000 Arbeitskräfte im so genannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, davon jeweils die Hälfte mit akademischem und beruflichem Abschluss. Während die Engpässe bei den akademischen MINT-Qualifikationen bis zum Jahr 2020 auch durch die Erfolge bei den Studierendenzahlen beherrschbar werden dürften, entwickeln sich die Engpässe bei den beruflich qualifizierten MINT-Kräften zu einer Wachstumsbremse. Es gehen deutlich mehr Fachkräfte in Rente, als aus dem System der beruflichen Bildung nachrücken können.

Dateien

PI02713.pdf

MINT-Fruehjahrsbericht_2013.pdf

Fruehjahrsreport2013-Sattelberger.pdf

Fruehjahrsreport2013-Huether.pdf

Fruehjahrsreport2013-Zander.pdf

MINT-Trendreport 2012: Für Unternehmen unverändert schwierig, Stellen zu besetzen – Demografischer Wandel verstärkt Entwicklung

Berlin, 21. November 2012. Den deutschen Unternehmen fehlen weiter wichtige Fachkräfte im so genannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die MINT-Fachkräftelücke beläuft sich im Monat Oktober auf 120.000 Personen. Trotz der gestiegenen Zahl von Studienanfängern im MINT-Bereich bleibt die Lage unverändert angespannt. Der demografische Wandel verstärkt diese Entwicklung: Auch die Zahl der MINT-Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung wird langfristig jährlich um rund 100.000 zu niedrig sein. Es droht eine gefährliche Blockade der MINT-Wertschöpfung.

Unten finden Sie die drei Pressestatements, die Presseinformation sowie den aktuellen MINT-Herbstreport 2012.

MINT-Trendreport 2011



Der erstmalig in diesem Jahr vom Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag von BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall erstellte MINT-Trendreport wurde am 21. März der Öffentlichkeit vorgestellt. Er beleuchtet den MINT-Arbeitsmarkt, seine Entwicklung sowie die MINT-Nachwuchssituation mit ihrer großen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
 Kernstück des Reports ist die Darstellung der MINT-Lücke mit den MINT-Indikatoren, die die Situation an Schulen und Hochschulen beschreiben und im MINT-Meter teilweise mit monatlicher Aktualisierung dargestellt werden.


Aussagekräftig sind insbesondere der deutliche Anstieg der Zahl erwerbstätiger MINT-Akademiker um rd. 500.000 im Zeitraum zwischen 2000 und 2008, die sich weiter verbreiternden beruflichen Einsatzfelder für MINT-Fachkräfte,  auch in Nicht-MINT-Branchen, und die Steigerung der Lohnprämie im Vergleich zu anderen Akademikern von 15 auf 25 % im o. g. Zeitraum.


Im 4. Quartal wird das Institut der deutschen Wirtschaft Köln einen umfassenden MINT-Report 2011 vorlegen. 

MINT-Engpässe empirisch nachgewiesen: Vereinzelte Zweifler machen schwerwiegende methodische Fehler

Viele Arbeitsmarktforscher kommen auf Basis empirischer Studien zu einem klaren Befund: Deutschland hat zu wenig und braucht mehr Ingenieure und andere MINT-Akademiker. Nun warnen zum wiederholten vereinzelte Stimmen aber davor, dass es bald viel zu viele dieser Hochqualifizierten wie Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure geben wird – ein Irrtum, denn die Unkenrufer vergleichen Äpfel mit Birnen und kennen sich offenbar auf dem Arbeitsmarkt für MINT-Akademiker nicht richtig aus.
 
Aktuelle Engpässe:
Ob es aktuell an Fachkräften fehlt oder nicht, findet man am besten heraus, wenn man zur gleichen Zeit die offenen Stellen den Arbeitslosen gegenüberstellt. Allerdings wird nur ein kleiner Teil der freien Stellen auch wirklich der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Aber selbst wenn man nur die der BA gemeldeten Stellen betrachtet, sieht man eine deutliche Lücke: Im September 2011 sind beispielsweise 3.802 Maschinenbau- und Fahrzeugingenieure arbeitslos. Allein die BA hat für sie 5.548 Jobs im klassischen Beruf als Maschinen- oder Fahrzeugbauingenieur im Angebot.
 
Mittelfristige Engpässe:
Möchte man für die mittlere Frist analysieren, welche Chancen aktuelle Studierenden auf dem Arbeitsmarkt haben, so ist es wichtig, nicht nur den klassischen MINT-Beruf zu betrachten, sondern den Bedarf in allen Berufen zu analysieren, in denen MINT-Akademiker dringend gebraucht werden. Hier machen die Zweifler einen schwerwiegenden Fehler, da Sie die künftigen Bedarfe an MINT-Akademiker künstlich klein rechnen. Sie gehen einfach davon aus, dass jeder Student der MINT-Fächer auch wirklich nur im klassischen Ingenieur- oder Physikerberuf arbeiten wird. Tun sie aber nicht. Fast die Hälfte der Absolventen wählt einen anderen Job – und ist dort mit ihrem Know-how begehrt und wird dringend gebraucht. MINT-Akademiker werden etwa gebraucht als Controller, Manager oder Geschäftsführer bei High-Tech-Unternehmen (wirtschaftswissenschaftlicher Beruf) oder arbeiten als Hochschullehrer in den Natur- oder Ingenieurwissenschaften (Beruf Lehrer und Hochschullehrer). Wenn die Kritiker der Engpassdiagnose frei werdende Professorenstellen für Maschinenbau oder eine Geschäftsführerposition eines Maschinenbauunternehmens nicht durch einen Ingenieur, sondern ausschließlich durch einen Pädagogen bzw. Betriebswirt ersetzen wollen, dann gelingt es natürlich spielend, einen Engpass in ein Überangebot umzudeuten.

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