„Ich werde Naturwissenschaftlerin“

Maschinenhaus – Campus für Ingenieure

‚Maschinenhaus‘-Initiative des VDMA zielt auf Verminderung des Studienabbruchs in der Elektrotechnik und im Maschinenbau

Von den Studienanfängerinnen und Studienanfängern der Jahrgänge 2006/2007 in den Studienbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik an Universitäten hat eine(r) von zwei das Bachelorstudium abgebrochen. Um dem entgegenzuwirken, hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) sich mit der Initiative ‚Maschinenhaus – Campus für Ingenieure‘ das Ziel gesetzt, durch verbesserte Studienqualität höhere Studienerfolgsquoten zu erreichen.

„Spitzenforschung ohne Spitzenlehre wird zur Spitzkehre für Deutschland“, betont Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, zum Praxisstart der VDMA-Initiative ‚Maschinenhaus‘. Der hohe Studienabbruch sei inakzeptabel. „Hier geht es um nichts Geringeres als um die Lebenschancen Tausender junger Menschen und den Innovationsstandort Deutschland“, so Rauen. „Mit unserer Maschinenhaus-Initiative werden wir den Wendepunkt setzen.“

Lehre ist Investition in Zukunft
„Höherer Studienerfolg ist möglich, den Beweis werden wir erbringen“, unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Eckart Kottkamp, Sprecher der VDMA-Ingenieurinitiative. Das Leitmotiv der VDMA-Initiative sei mehr Quantität bei mindestens gleichbleibender Qualität. Dies könne gelingen, wenn hochschulische Lehrkonzepte auf die Studierenden eingingen. Dafür müsse die studentische Biografie stärker in den Fokus rücken. „Die Lehre muss als Investition in die Zukunft verstanden werden, nicht als lästige Pflichterfüllung – übrigens gerade auch von der Politik“, hebt Kottkamp hervor.

HIS hat wissenschaftliches Fundament für ‚Maschinenhaus‘ gelegt
Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH hat im Auftrag des VDMA die Studienbedingungen im Maschinenbau und in der Elektrotechnik analysiert. Auch wurde mittels einer Umfrage der Stand des Qualitätsmanagements mit Bezug zur Lehre und dem Studienerfolg erstmals bundesweit erhoben. Darauf aufbauend entstand ein am studentischen Lebenslauf orientiertes Modell für gute Lehre. Fallstudien an ausgewählten Hochschulen stellten dessen Praxistauglichkeit sicher.

Neue Betreuungsformen sind notwendig
Die Analysen zeigen, dass die Studierenden vor allem in den ersten Semestern besondere Unterstützung brauchen. „Allerdings genügt es dabei nicht, die bisherige Art und Weise der studentischen Betreuung einfach zu intensivieren. Damit ist keine wesentliche Verbesserung des Studienerfolgs zu erreichen. Vielmehr braucht es neue Betreuungsformen, wie Mentorenprogramme oder auch Neuorganisation von Studieninhalten und -abläufen, die besser auf die individuellen Problemlagen der Studierenden ausgerichtet sind“, so Dr. Ulrich Heublein, Projektleiter beim HIS-Institut für Hochschulforschung.

Neuer VDMA-Hochschulpreis für gute Lehre
„Alle Hochschulen sind eingeladen, sich an unserer Initiative zu beteiligen“, so Kottkamp. „Kooperieren und gemeinsam profitieren ist hier die Devise.“ Dazu habe sich auch der erste bundesweite Qualitätszirkel ‚Erfahrungsaustausch Maschinenhaus‘ konstituiert, in dem die Akteure der Hochschulen für Qualitätsmanagement in der Lehre zusammenkämen. Darüber hinaus verleihe der VDMA einen Hochschulpreis für gutes Studienqualitätsmanagement – für das „beste Maschinenhaus“. „Wir zeigen, dass man mit Investitionen in die Lehre nur gewinnen kann.“

Nähere Informationen:
Hartmut Rauen, VDMA
Tel.: 069 / 6603 1331
E-Mail: hartmut.rauen@vdma.org

 

Dr. Ulrich Heublein, HIS
Tel.: 0341 / 962765-33
E-Mail: heublein@his.de

 

Dr. Susanne In der Smitten, HIS
Tel.: 0511 / 1220-362
E-Mail: smitten@his.de


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