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Nachrichten des MINT-Portals
16.12.2015

Interview mit Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender DTAG, anläßlich der Vorstellung des Projektes „Digitale Autobahn: Datenkommunikation zwischen Fahrzeugen“

Im November 2015 stellten die Deutsche Telekom AG, Nokia, Fraunhofer ESK und Continental in ihrem gemeinsames Projekt vor, wie Fahrzeuge auf der Autobahn Informationen unterwegs über ein LTE-Netz der Deutschen Telekom teilen können. Dabei werden hohe Anforderungen an die Technik gestellt, insbesondere was sehr kurze Übertragungszeiten angeht.

Zum Einsatz im LTE-Netz der Deutschen Telekom kommt dabei eine Mobile Edge Computing Technik von Nokia Networks sowie eine Standorterkennungstechnik, das vom Fraunhofer ESK entwickelt wurde. Durch die Technik ist zum ersten Mal ein Datenaustausch zwischen zwei Fahrzeugen in weniger als 20 Millisekunden möglich. Durch das von Continental entwickelte elektronische Interface ist der Einsatz verschiedenster Applikationen möglich, die das Fahren sicherer und komfortabler machen sollen.

Wann und ob die Technik breitflächig auf allen deutschen Autobahnen kommt, blieb zunächst offen. Für MINT Zukunft schaffen gab Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom und größter Sponsor anläßlich dieses Events ein Interview:

Informationen zum Projekt selbst z.B. unter http://www.it-times.de/news/digitale-autobahn-continental-deutsche-telekom-fraunhofer-und-nokia-zeigen-erstes-projekt-114288 

Mit dem Projekt Digitale Autobahn - auf dem Weg zu 5G kann die deutsche Industrie und vor allem auch die DTAG wieder Innovationstreiber und -führer auf großer Bühne sein - Ansporn für unsere Partner im MINT-Netzwerk und unsere jungen Menschen.

MZs: Wie sieht diese Herausforderung aus, für einen großen Netzbetreiber- und ITK-Konzern?

TH: Wir möchten als Deutsche Telekom nicht nur eine Führungsposition in der Spitzentechnologie weltweit einnehmen sondern sie auch halten. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt in Bayern ist durch seine weltweite Einzigartigkeit sehr attraktiv. Denn nur in Deutschland haben wir eine von der Regierung genehmigte Teststrecke im laufenden Verkehrsbetrieb zur Verfügung. Es ist ein Zukunftsprojekt: Schon bald werden wird eine noch mehr vernetzte Gesellschaft sein. Deshalb ist es für uns alle so wichtig, diese Welt auch so sicher wie möglich zu machen. Die Deutsche Telekom AG fühlt sich verpflichtet, Forschung und Entwicklung voranzutreiben.

MZs: Welche Rolle spielen Kooperationen? Was sind Notwendigkeiten?

TH: Projekte dieser Art machen weder ein Konzern noch eine Branche im Alleingang. Dazu ist Know-how aus den verschiedensten Fach- und Industriebereichen gefragt. Dabei fließen die Kenntnisse der verschiedensten Spezialisten ein, wie hier in der Kooperation mit Nokia, Continental und der ESK Fraunhofer Gesellschaft. Das ist schon ein sehr schönes Beispiel von Industrie 4.0.

MZs: Welche Implikationen und Anforderungen ergeben sich daraus aus Ihrer Sicht für unsere Bildungssysteme?

TH: Ja, da sprechen Sie etwas an. Die Bildungssysteme reagieren viel zu langsam auf die Entwicklungen unserer technologischen Gesellschaft. Wir brauchen mehr kreative Köpfe, wir brauchen mehr Menschen, die von Neugier gepackt sind, die sich und ihre Welt weiterentwickeln und gestalten wollen. Bei Projekten wie diesem bräuchte man, um Innovationen vorantreiben zu können, "auf Knopfdruck" eine weltweite Datenbank über Spezialisten und ihre vorhandenen Kenntnisse, um diese zusammen bringen zu können. Von solchen Netzwerken leben Orte wie "das Valley" oder Forschungszentren in Israel. Um auf Ballhöhe zu kommen und mitzuspielen brauchen wir eine Systematik des lebenslangen Lernens.

MZs: Was geben Sie - als Hauptsponsor für MINT Zukunft schaffen" unserem MINT-Netzwerk mit auf den Weg? Was erwarten Sie von uns?

TH: Mit "MINT Zukunft schaffen" gehen wir den richtigen Weg und schaffen Transparenz über vorhandene MINT-Skills in Deutschland. Für eine in Zukunft breitere Basis ist es wichtig, mit den "MINT-freundlichen Schulen" Veränderungen anzuregen und Weichen möglicherweise anders zu stellen. Im Hinblick auf die Digitalisierung wäre auch ein Fach "Algorithmen als Fremdsprache" nicht schlecht. Was wir natürlich auch brauchen sind vor allem gute Pädagogen mit einer hohen Kommunikationsfähigkeit, um Technik und technologische Entwicklung gut und verständlich darstellen zu können. Dann ist "Begeisterung wecken" fast ein Selbstläufer.

MZs: Lieber Herr Höttges, vielen Dank für das Interview!



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