„Mathe ist mehr als
nur ein Schulfach.“
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Nachrichten des MINT-Portals
27.09.2012

„Mathe macht lustig!“ Kunstausstellung, vom 27. September bis zum 14. November, im Mathematikum Gießen

Sie brechen ihr Mathestudium ab, sie schmeißen ihre Lehrerkarriere, sie gehen auf den Bau und auf Akademien – alles „nur“, um uns den Alltag zu erheitern und um sich als Zeichner der Komischen Kunst ihr Leben zu verdienen. Ihr Ansehen in Zeitungen und Zeitschriften ist groß, ihre Karikaturen werden geliebt. Vom 27. September bis 14. No-vember 2012 sind 101 Meisterwerke von 45 Spitzen-Karikaturisten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in einer einzigartigen Ausstellung im Gießener Mathematikum zu sehen. Als Höhepunkt zum zehnjährigen Jubiläum des ersten mathe-matischen Mitmachmuseums der Welt nimmt die Crème de la Crème der Karikaturisten-Szene in der Ausstellung „Mathe macht lustig!“ die Mathematik, die sprödesten aller Wissenschaften, endlich einmal ordentlich aufs Korn.

Leonard Riegel

Die Idee zu dieser unterhaltsamen Ausstellung entstand bereits 2010. In diesem Jahr zeigte das Mathematikum seine erste Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem caricatura museum frankfurt – Museum für komische Kunst. Das damals noch junge Frankfurter Museum hatte sich eines zum Ziel gesetzt: „Die Weltherrschaft der komischen Kunst“. Die gemeinsame Ausstellung „Robert Gernhardt. Was gibt’s denn da zu lachen?“ im Mathematikum kam da sehr gelegen. Doch war sie nicht genug: In einer Besprechung mit Achim Frenz, dem Leiter des caricatura museums frankfurt, entstand die Idee, im Jubiläumsjahr alle Spitzenkünstler der Komischen Kunst für eine gemeinsame Ausstellung zu gewinnen. Dieser spontane Einfall brachte in den Köpfen der Mitarbeiter des Mathematikums Steine ins Rollen – logischerweise, denn das Mathematikum steht für einen völlig neuen, fröhlichen Zugang zur Mathematik. An über 150 interaktiven Exponaten können seine Besucher einen neuen, spielerischen Zugang zur Mathematik erfahren und Phänomen wie echte Forscher selbständig auf den Grund gehen. Es war klar, dass eine Kunstausstellung, die einen weiteren unkonventionellen, überraschenden und lustigen Blick auf die Mathematik ermöglicht und dabei den Menschen aus der Seele spricht, perfekt zum zehnjährigen Jubiläum des Mathematikums passt. Also bat man das caricatura museum um Hilfe, holte den Lappan Verlag ins Boot und legte los.

Die bis heute eingereichten Bilder - über 300 an der Zahl - sind unterschiedlicher und vielfältiger in Thema, Technik und Stil als man es je erwartet hätte. Mal ist es F.W. Bernsteins feine Feder, die den Kopf des Hobbydenkers zum Rauchen bringt, mal Steffen Butzs dicker Pinselstrich, der die Zwei, die einzige gerade Primzahl, einsam durch die Prärie reiten lässt, mal „Nel“s schlichter Farbauftrag, der die Statistiker im wahrsten Sinne des Wortes daneben liegen lässt, und mal Erich Rauschenbachs plakativer Duktus, der einen Schüler über rechte und linke Winkel philosophieren lässt. Die Ausstellung „Mathe macht lustig!“ präsentiert eine Auswahl der besten eingereichten Bilder und schon ein erster Blick auf die Werke macht klar, warum diese einzigartige Ausstellung einen Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Mathematikums bildet. Die Karikaturen bestechen durch ihre stilistische Vielfalt, ihren Humor und ihren Ideenreichtum und nicht zuletzt auch deshalb, weil sie zeigen, wie gut die Künstler ihr Handwerk beherrschen und wie „einfühlsam“ sie für ihre mathematische Umwelt sind. Prof. Beutelspacher, der Leiter und Gründer des Gießener Mathematikums ist voller Vorfreude auf die kommende Ausstellung in seinem Haus: „Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaften. Sie ist durch ihre logische Struktur ein Musterbeispiel für alle Disziplinen. Mathematik ist abstrakt, humorlos und stets in Gefahr, den Kontakt zum „normalen“ Leben zu verlieren. Im Mathematikum zeigen wir seit zehn Jahren, dass es auch anders geht. Mit der Ausstellung „Mathe macht lustig!“ wird unseren Besuchern eine neue, heitere und kunstvolle Sicht auf die Mathematik geboten.“

80 der Spitzen-Zeichnungen werden im zugehörigen, humorvollen Cartoonband „Mathe macht lustig“ vom Lappan Verlag präsentiert. Er ist pünktlich zur Eröffnung der Ausstellung am 27. September exklusiv im Mathematikum, ab Januar 2013 auch im öffentlichen Buchhandel erhältlich.

 

 

Malwettbewerb – „Kreise und ihre unendlichen Möglichkeiten“

Parallel zur Ausstellung ruft das Mathematikum zu einem Malwettbewerb auf. Unter dem Thema „Kreise und ihre unendlichen Möglichkeiten!“, das sich an das Titelbild der Ausstellung anlehnt, sind Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen rund um das Thema „Kreise im Alltag“ zu malen und zu zeichnen. Informationen und eine genaue Anleitung für die Teilnahme am Wettbewerb finden Sie im Internet unter

www.mathematikum.de  -> Veranstaltungen -> Schülerwettbewerb

Einsendeschluss                         05. Oktober 2012

Preisverleihung                           13. Oktober 2012 um 11:00 Uhr

 Schülerausstellung                     13. Oktober bis 28. Oktober 2012 im Mathematikum



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