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Unterschiede der MINT-Lücke in den Jahren 2000 und 2008

Die Jahre 2000 und 2008 bildeten jeweils Boomjahre der Arbeitsmarktentwicklung, in denen substanzielle Fachkräfteengpässe auf Ebene des aggregierten MINT-Segments zu verzeichnen waren. Die Engpässe beider Jahre weisen jedoch sowohl in Bezug auf die qualifikatorische Struktur als auch auf die Ursachen deutliche Unterschiede auf. So wurde der MINT-Fachkräfteengpass im Jahr 2000 zum Großteil von Datenverarbeitungsfachleuten getragen, für die im August des Jahres 2000 bei rund 23.000 arbeitslosen Personen bundesweit rund 132.000 Stellen zu besetzen waren. Mit dem abrupten Abklingen des durch die New Economy ausgelösten IT-Booms in Deutschland reduzierte sich in den Folgejahren auch der in dieser Dimension sicherlich einmalige Engpass des Informatikerarbeitsmarkts und verschwand bereits zu Beginn des Jahres 2003 bis zu seinem erneuten Auftreten im Jahr 2005 völlig. Im Jahr 2008 entfiel das Gros des Engpasses hingegen auf Ingenieure und Techniker. Der Fachkräfteeng-pass des Jahres 2000 war somit ein MIN- beziehungsweise I-, der des Jahres 2008 ein T-Engpass.

Deutlich unterschiedlich ist in beiden Boomjahren darüber hinaus vor allem das Niveau der Arbeitslosigkeit. Während im August des Jahres 2000 noch über 160.000 arbeitslose MINT-Arbeitskräfte zu verzeichnen waren, lag deren Anzahl im August 2008 mit nur noch rund 78.000 nicht einmal halb so hoch. Bereinigt um den Sondereffekt im Segment der Datenverarbeitungs-fachleute lag das gesamtwirtschaftliche MINT-Stellenangebot in beiden Jahren hingegen auf einem vergleichbaren Niveau. Während der Fachkräfteengpass des Jahres 2000 somit zu großen Teilen durch ein arbeitsmarktseitiges Mismatch charakterisiert war, in dessen Folge zeitgleich hohe Arbeitslosigkeit und sehr hoher Fachkräftebedarf existierten, war der MINT-Engpass im Jahr 2008, in dessen Folge zeitgleich geringe Arbeitslosigkeit und hoher Fachkräftebedarf existierten, im Wesentlichen durch einen reinen Mangel an MINT-Arbeitskräften erklärbar.

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