„Mathe ist mehr als
nur ein Schulfach.“
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Expertenportraits MINT-Tag 2012

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Expertinnen und Experten vorstellen, die beim MINT-Tag 2012 am 18. April in München in den Diskussionsrunden dabei waren.

Zur Dokumentation des MINT-Tages 2012 gelangen Sie hier.

Dr. Ditmar Flothmann

Seit Gründung des Weinheimer Unterstützerkreises Berufsstart (WUB) (www.wub-weinheim.de ) im Jahr 2000 ist der Kernphysiker und Geschäftsleiter der Freudenberg Service KG (seit 2009 i.R.) Mitglied des Sprecherkreises und nimmt als Berufspate aktiv im Schulteam der Hans-Freudenberg-Schule an Projekten mit BVJ- und BEJ-Schülern teil. Der WUB ist Teil der Weinheimer Bildungskette (www.uebma-weinheim.de ). Als Mitglied des Dialogforums Weinheimer Moschee initiiert er zusammen mit Herrn Mustafa Özkan  gemeinnützige Projekte mit türkischen Jugendlichen. Als Stadtrat, Mitglied des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Weinheim und des VDI setzt er sich für Bildungsfragen in der Stadt und Region ein.

Die Schüler/innen der BVJ- und BEJ-Klassen stammen vorwiegend aus bildungsfernen Schichten oder/und haben Migrationshintergrund. Sie sind häufig schulmüde, finden aber praktische Tätigkeiten an sozialen Einrichtungen sinnstiftend. Sie stellen ein MINT-Potential dar, dessen Entfaltung oft dadurch erschwert wird, dass diese Jugendliche weder die Muttersprache noch die Zweitsprache strukturiert erworben haben.

Die Projektarbeit bietet den ehrenamtlichen Paten des WUB Gelegenheit, die Jugendlichen zu beobachten, Kontakt aufzubauen, deren fachliche und soziale Stärken zu erkennen und ihr Selbstbewusstsein zu fördern. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem Berufspädagogen von Job Central ( www.jobcentral.de ) und den Lehrern, den Jugendlichen Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu geben.   

Joachim Friedmann

Als Sohn eines Deutschlektors an der Universität Sapporo wuchs Joachim Friedmann bis 1971 auf Hokkaido und anschließend in Marburg auf. Mit dem Zeichner Henk Wyniger veröffentlichte Friedmann als Comicautor ab 1990 eine eigene Comic-Reihe um die Helden Lais und Ben beim Carlsen Verlag. Darauf folgte  in Zusammenarbeit mit Oliver Hirschbiegel die Comic-Adaptation des Zwei-Kanal-Krimis Mörderische Entscheidung. 1997 wurde er ins Autorenteam der Lindenstraße aufgenommen. Joachim Friedmann schrieb bis 2002 52 Episoden für die Kultserie. Seitdem arbeitete er als Drehbuchautor für die Serien Für alle Fälle Stefanie, Die Camper, Klinik am Alex und Hinter Gittern. 2010/2011 schrieb er Drehbücher für die Serien In aller Freundschaft, Der letzte Bulle und Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Weiterhin konzeptioniert er Educational Games für Kinder, unter anderem die Schlaumäuse im Auftrag von Microsoft Deutschland. Neben seiner Arbeit als Autor unterrichtet Joachim Friedmann Dramaturgie und kreatives Schreiben, u.a. an der Universität Hildesheim und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam.

Christina Hadulla-Kuhlmann

Christina Hadulla-Kuhlmann studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Rechtsreferendariat war sie anwaltlich sowie als Verbandsjuristin tätig. Ab 1992 war sie stellvertretende Leiterin des Justiziariats des damaligen Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft. Anschließend betreute sie im Personalreferat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den Aufgabenbereich Personalentwicklung/Frauenförderung. 2001 wurde ihr die Leitung des heutigen Referats Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung übertragen. In dieser Funktion ist sie u.a. von Seiten des Bundes Vorsitzende des Arbeitskreises Chancengerechtigkeit der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) und Vertreterin des Bundes in der Helsinki Gruppe der Europäischen Kommission (Generaldirektion Forschung), die fachliche Stellungnahmen zur Weiterentwicklung der Gleichstellung von Frauen im Wissenschaftssystem erarbeitet. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Markus Kamann

Herr Markus Kamann ist seit Gründung der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement 1997 in der Geschäftsleistung tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Konzipierung und Ausführung von Bildungsprojekten im In- und Ausland. Unter seiner Leitung wurde z.B. BANG (berufliche Ausbildungsnetzwerke im Gewerbe) gegründet sowie diverse Projekte zur Berufsförderung, Berufsorientierung und Fachkräftebindung aufgebaut. Ebenso setzt Herr Kamann seine ganze Kraft ein um Bildung „Made in Germany“ in Länder zu etablieren, wo es an beruflicher/praktischer Ausbildung und damit an Fachkräften mangelt. Erreicht wird dies durch die Etablierung von Ausbildungs-bausteinen wie beispielsweise Train the Trainer Programme, Seminarangebote für die verschiedensten Berufsgruppen an Colleges sowie durch die Errichtung von Trainingscentern. Tätig ist Herr Kamann derzeit in den MENA Staaten, China und Vietnam. Markus Kamann: „Ich sehe eine große Bedeutung und Notwendigkeit in der Erarbeitung mach- und umsetzbarer Strategien im Bildungsbereich und die Jugend ist unsere Basis. Hier müssen wir ansetzen, Potentiale erkennen, fördern und ausschöpfen. Dies habe ich mir zur Aufgabe gemacht und setze es mit meinem Team seit vielen Jahren erfolgreich um.“

Patrick Klein

Herr Klein ist seit dem 01.03.12 bei der Firma ELHA MASCHINENBAU Liemke KG als Projektmanager tätig. Die Firma ELHA stellt seit den 30er Jahren hochqualitative Werkzeugmaschinen für den Sondermaschinenbau als auch für die Automobileindustrie her. Herr Klein verantwortet den gesamten Ablauf der Ihm übertragenden Projekte hinsichtlich der Einhaltung des Termin- und Budgetplans sowie der erforderlichen Qualität einer jeden Werkzeugmaschine.
Herr Klein hat nach Abschluss seiner Fachoberschulreife im Jahr 2001 eine dreijährige Ausbildung zum Industriemechaniker Fachrichtung Betriebstechnik bei der Firma REME Möbelbeschläge GmbH in Hövelhof absolviert. „Nach der Ausbildung wusste ich, dass ich mich im Metallbereich weiterentwickeln wollte. Ich habe mir vorgenommen Umstände, Vorgänge die mich als Industriemechaniker stören, zu verbessern. Diese Einstellung zur Weiterbildung möchte ich weitergeben“ so Herr Klein. Nach seinem Abitur absolvierte er von 2007 bis 2010 ein Maschinenbaustudium an der FH SWF Soest. Parallel zum Studium durchlief Herr Klein die REFA-Ingenieurausbildung an der FH SWF Soest, die er mit Abgabe der REFA Ing.-Arbeit noch in diesem Jahr beenden wird. Nach Erhalt des akademischen Grades Bachelor of Engineering (B.Eng.) sammelte Herr Klein seine erste Berufserfahrung bei der Firma BPW Fahrzeugtechnik in Paderborn in der Fertigungssteuerung.

Sabine Knor

Sabine Knor studierte in Kiel, Hamburg und Rom. Von 1999 bis 2004 betreute die Politikwissenschaftlerin und Fernseh-Redakteurin verschiedene Talk-Formate im NDR und in der ARD. Seit 2004 ist die Gender Expertin in der Intendanz des Senders für die Gleichstellungspolitik und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zuständig. Sie vertritt die Initiative „Frauen in die Technik“ im NDR und in der ARD für mehr Frauen in der Produktion und den technischen Bereichen der Sender. Der NDR setzt auf Vielfalt im Unternehmen und möchte Jugendliche für die technischen Berufe des Senders begeistern. Er beteiligt sich seit Jahren am Girls' Day und Boys' Day. Sabine Knor wurde 2008 in den Kongressbeirat „WoMenPower“ und in den Sichtungsausschuss „Förderpreis Frauen und Medientechnologie“ von ARD und ZDF berufen und koordiniert die Aktivitäten der ARD im nationalen MINT Pakt. „Jugendliche suchen Vorbilder, sie möchten aus erster Hand wissen, was hinter einem MINT-Berufsbild steckt. In der ARD gibt es zum Beispiel beim Girls' Day und in Praxissemestern Technik zum Anfassen und Ausprobieren. Nachwuchsförderung bedeutet vor allem, Möglichkeiten für  Austausch und persönlichen Kontakt zu geben."
, so Knor. Die Mutter von zwei Töchtern lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Dariga Kordic

Frau Kordic studiert momentan im 4. Semester Elektronik und Informationstechnik an der Hochschule Heilbronn. Nach der erfolgreichen Ausbildung zur Kraftfahrzeugelektrikerin im Jahr 2001 arbeitete sie bei der AUDI AG als Entwicklungsfachkraft. Ihre Aufgabe bestand darin, neue Software und Funktionen an Vorserienfahrzeugen zu überprüfen und die Fahrzeuge von der Entwicklungsphase bis hin zur Produktion zu betreuen. Von 2006 bis 2009 hat sie neben der beruflichen Tätigkeit ein Abendgymnasium besucht und dort die Fachhochschulreife erworben. Schliesslich hat sie im Jahr 2010 mit dem jetzigen Studium begonnen. Die Naturwissenschaften, wie Mathematik und Physik begeistern sie seit der Schulzeit und die technischen Erfindungen der Menschheit in der Weltgeschichte ist für sie die größte Faszination. Nicht nur wegen des Wissensdrangs, sondern auch wegen der besseren Karrierechancen und der größeren Freiheit in der Jobauswahl entschied sie sich für das Studium.
Mint kennt sie von ihrer Hochschule. Regelmäßig gibt es Veranstaltungen, die die Studierenden während des Studiums und in den Berufseinstieg unterstützen. Vor allem die Frauen in technischen Studiengängen werden hier besonders gefördert, was sie persönlich sehr gut findet. Der Erfahrungsaustausch ist sehr wichtig, da die Unsicherheit und Angst, das Studium nicht zu schaffen, stets vorhanden sind. Durch die Erfahrungen der Kommilitoninnen macht man sich allerdings bewusst, dass man damit nicht alleine ist und trotz Unsicherheiten erfolgreich sein kann. Ihr persönliches Motto lautet: „Nichts auf dieser Welt, was sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß“.

Sabine Kuttelwascher

Seit sechs Jahren steht die Ingenieurin Frau Kuttelwascher dem gemeinnützigen Verein KuWiKo-Die Berufswerkstatt e. V. vor. Hier stellt sie jede Woche einen Nachmittag in den Dienst von Jugendlichen, die ihr Potenzial noch nicht entdeckt haben oder nicht wissen wo sie es beruflich am besten einsetzen können. Mit Potenzialanalysen und Coachinggesprächen hilft Frau Kuttelwascher den Jugendlichen ihren Wunschberuf zu finden. Neugierig ausprobiert wurde der Kompetenzkurs "Technik für Mädchen", den der Verein für Hauptschülerinnen konzipierte. Als aktive MINT-Mentorin begleitet Frau Kuttelwascher drei Studentinnen (Informatik, Mathematik, Energietechnik) und hilft mit Praktika Motivationsanschreiben und wertvollen Kontakten, ihre Erfahrung bei Siemens als Systementwicklerin und dann als Trainingsreferentin sowie ihre aktuelle Arbeit als Systemischer Coach bringt sie in diese Beratungsarbeit ein.
Fazit von Frau Kuttelwascher: Junge Frauen haben Potenzial und Interesse sowohl für einen technischen Ausbildungsberuf als auch für ein technisches Studium- vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen!

Hella Lopez

Hella Lopez ist seit Mai 2009 Vorsitzende des elternbund hessen e.V. Der elternbund setzt sich seit seiner Gründung vor 33 Jahren für eine demokratische, soziale, zukunftsfähige und reformorientierte Bildung ein. Elternmitbestimmung hat in Hessen eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1946 wurde sie im Artikel 56 der Hessischen Verfassung festgeschrieben. Eltern wollen eine demokratische Schule, in der sie ihren Kindern die bestmögliche Schullaufbahn sichern können. Die MINT-Projekte in der Schule gehören zu den Beispielen, wie Schule für Schülerinnen und Schüler interessant und spannend gestaltet werden kann.
Die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler steigen stetig, dabei ist eine gute Ausbildung für die Zukunft wichtiger denn je. Schule darf aber gerade deshalb nicht nur Pflicht sein, Schule muss auch Spaß machen. Viele Schülerinnen und Schüler haben erst durch MINT-Projekte erkannt, was in ihnen steckt und was sie leisten können. Die Verbindung von MINT und Schule ist ideal und eröffnet den Schülerinnen und Schülern große Chancen. Der elternbund setzt sich für den Einsatz von MINT-Projekten an allen hessischen Schulen ein. Dies ist auch im Hinblick auf den sich abzeichnenden Mangel an Fachkräften sinnvoll.
Der Titel der Diskussionsrunde: »Alle Potentiale erschließen – über soziale Schranken hinweg, durch gläserne Wände hindurch« spiegelt diesen Wunsch wider.

Thomas Michel

Thomas Michel absolvierte sein Studium an der Universität Köln und studierte darüber hinaus Internationale Beziehungen am Institut des Hautes Etudes Internationales Genf. Als Marketing Direktor einer Deutschen IT Consulting Gesellschaft hat er unter anderem E-Learning Solutions für die Deutsche Telekom und das Institut der Deutschen Wirtschaft entwickelt und implementiert.

Thomas Michel ist seit 1998 Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH (DLGI). Gemeinsam mit ihren internationalen Partnern hat die DLGI in über 148 Ländern einen IT-Zertifizierungsstandard für Anwender geschaffen – den Europäischen Computer Führerschein (ECDL). Die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) wurde gegründet, um eine umfassende Medienkompetenz von Anwendern zu erreichen.  Als Akkreditierungsagentur für IT-Zertifikate wie den ECDL (European Computer Driving Licence) oder IT TECH fokussiert sie die Verbreitung herstellerunabhängiger Qualifikationsnachweise in der Informationstechnologie.

Die DLGI hat zum Beginn des Jahres 2010 die Cert-IT übernommen. Im Zuge der Übernahme ist DLGI-Geschäftsführer Thomas Michel in die Geschäftsleitung des Unternehmens eingestiegen. Mit der Übernahme der Cert-IT GmbH strebt die DLGI mbH eine langfristige strategische Ausrichtung ihres Produktportfolios auf den Bereich der IT Spezialisten Zertifizierung an.

Als Mitglied der e-Learning Industry Group (www.elig.org) arbeitete Thomas Michel auf Europäischer Ebene. Themen der IT Industrie wie Standards, Inhalte, Prozesse und Architektur für Europa sind Schwerpunkte dieser Arbeit. Ebenfalls war er als Mitglied im Hauptvorstand des Bitkom (www.bitkom.org) im Bereich der IT Industrie auf politischer Ebene aktiv. Als einer der Direktoren der ECDL-Foundation (1999-2005) arbeitete er schwerpunktmäßig in der Europäischen Union in Brüssel. Thomas Michel war ebenfalls Direktor des ICDL Vorstandes für die Region Asia Pacific.

2005 wurde er für seine internationalen Verdienste im Rahmen seiner Arbeit zum Fellow der British Computer Society (FBCS) ernannt. Er pendelt derzeit zwischen dem Hauptsitz seiner beiden Unternehmens in Bonn und einer Geschäftsstelle in Shanghai, von wo aus er zwei Projekte steuert: Ein vom BMBF gefördertes Projekt zum Qualitätsmanagement an beruflichen Bildungseinrichtungen in China, das gemeinsam mit der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt wird, und ein Projekt zur Weiterentwicklung der chinesischen Mechatronikerausbildung.

Marlies Mirrek

Frau Mirrek ist seit Mitte 2005 Leiterin des Ausbildungszentrums der Deutschen Telekom in Berlin. Zusammen mit 19 AusbilderInnen verantwortet Sie die erfolgreiche Ausbildung für 8 verschiedene Berufe, die auch technische Inhalte haben. Ihr besonderes Interesse an MINT resultiert insbesondere aus der eigenen Erfahrung, dass gerade die technischen Anforderungen der Zukunft auch interessante Karrierechancen für Frauen bieten. Sie selber hat eine technische Ausbildung genossen, zu Zeiten als der Zugang zu diesen Berufen für Frauen noch nicht so rückläufig war wie heute. " Das liegt sicher auch daran, dass die Mädchen heute weniger über spannende Berufsmöglichkeiten in den mathematisch, technischen Bereichen informiert sind. Es ist an den großen Ausbildungsunternehmen, hier die Vorreiterrolle im Interesse wecken zu übernehmen, dazu bieten die Selbsterlebnismöglichkeiten bei Tagen der Offenen Tür gutes Potenzial," berichtet Frau Mirrek aus ihren Werbeaktionen.

Mustafa Özkan

Mustafa Özkan, geboren 1963 in Izmir in der Türkei, ist 1977 seinen Eltern nach Deutschland nachgereist. Er hat 1979 ohne in Deutschland anerkannten Schulabschluss als Jungarbeiter plus im Unternehmen Freudenberg angefangen und wurde dann als Maschinenschlosser ausgebildet. Seit 1992  ist er in der heutigen Nora Systems GmbH, Weltmarktführer von Kautschuk-Bodenbelägen, als Wartungshandwerker tätig. Sohn und Tochter sind in Deutschland geboren und eingeschult worden. Zwischenzeitlich gingen sie 3 Jahre in der Türkei in die Schule. Als er sich 1995 entschloss, in Deutschland zu bleiben, hat er die Familie wieder nach Deutschland geholt. Inzwischen sind beide Kinder in MINT-Berufen tätig (KFZ-Mechaniker, Pharmazeutisch-technische Assistentin).

Von März 2006 bis März 2012 war er Herr Özkan als Vorstand der Türkisch Islamischen Gemeinde Weinheim DITIB e.V. ( www.ditib-weinheim.de ) unter anderem für die Jugendarbeit zuständig. Zurzeit lässt er sich als ehrenamtlicher Islamischer Krankenhaus-Seelsorger in Mannheim ausbilden.

Er initiierte und begleitete in Zusammenarbeit mit dem Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) Projekte mit türkisch-islamischen Jugendlichen: die Reinigung und Renovierung einer Bahnunterführung im Frühjahr 2010 und das Anlegen eines Sinnesgartens im Blindenheim der Nikolauspflege Weinheim im Feb./März 2012.

Prof. Dr. Axel Plünnecke

Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Uni Göttingen promovierte Herr Plünnecke an der TU Braunschweig zur Bedeutung der Qualifikationen einer Volkswirtschaft für deren Wachstumsdynamik. Seit 2003 untersucht Herr Plünnecke am Institut der deutschen Wirtschaft Köln den Arbeitsmarkt für MINT-Akademiker und deren Bedeutung für Innovationen und Wachstum in Deutschland. „MINT-Qualifikationen sind die Erfolgsbasis der innovations- und exportstarken Branchen in Deutschland. MINT-Akademiker arbeiten als Forscher, Konstrukteuer, aber auch als Geschäftsführer, Controller, Hochschullehrer, Prüfer und in vielen anderen Berufen. Die MINT-Beschäftigung wächst in der gesamten Wirtschaft, der Bedarf steigt und kann gegenwärtig nicht gedeckt werden, obwohl die Absolventenzahlen ansteigen. MINT-Abschlüsse bieten eine hohe Sicherheit am Arbeitsmarkt, Führungsperspektiven und sehr gute Einkommensperspektiven. Interessanterweise bieten gerade MINT-Fächer beste Chancen für einen gesellschaftlichen Aufstieg.“

Angelika Puhlmann

Frau Puhlmann ist seit 1988 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesinstitut für Berufsbildung. Von 1990 bis 2000 war sie stellvertretende Frauenbeauftragte. Forschungsarbeiten, fachliche Beratungen und Expertisen für Sachverständigenkommissionen und in nationalen und internationalen Programmen und Projekten gehören zu ihren Tätigkeiten. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Chancengleichheit, Frauen und Gender in der Berufsbildung. Ihr aktuelles Forschungsprojekt: „Berufsorientierung junger Frauen im Wandel." Ein Folgeprojekt wird sich mit der Frage beschäftigen, woran es liegt, wenn Unternehmen keinen weiblichen Fachkräftenachwuchs finden. Sie sagt: „Wir müssen die diskriminierenden Labels von ‚Frauenberufen‘ und  ‚Männerberufen‘  abschaffen, denn sie markieren Territorien und stehen für Grenzziehungen, die auch Berufsorientierungen lenken und nicht zuletzt Löhne und Gehälter mit beeinflussen.  Stattdessen müssen Schnittstellen zwischen  ‚rein technischen‘ = männlichen‘ Berufsbereichen und ‚rein personenbezogenen Dienstleistungen = weiblich‘ stärker entwickelt und heraus gestellt werden.  Auch junge Männer wollen ja heute nicht auf „Technik“ beschränkt werden, sondern genauso Kontakt mit anderen Menschen und ihnen auch helfen.“

Thomas Rapp

Herr Rapp ist seit 1989 im Bayerkonzern in verschiedenen Funktionen der Bereiche Personal und Bildung tätig. Zur Zeit verantwortet er bei der Currenta GmbH & Co. OHG im Geschäftsfeld Bildung den Bereich Businessmanagement/Bildungspolitik.

Die CURRENTA – ein Joint Venture der Bayer AG und der LANXESS AG - ist der Infrastrukturdienstleister in der chemischen und chemienahen Industrie des CHEMPARK mit den drei deutschen Standorten Dormagen, Leverkusen und Krefeld-Uerdingen sowie für den Bayer Pharma-Standort Wuppertal-Elberfeld. Sie ist u.a. für die Organisation und inhaltliche Ausgestaltung nicht nur der eigenen Ausbildung, sondern auch der der Unternehmen BAYER und LANXESS in knapp 30 kaufmännischen, naturwissenschaftlichen und technischen Berufen und kombinierten Ausbildungs- und Studiengängen zuständig.

Herr Rapp sieht in der MINT-Initiative die besondere Chance, engagierte Fachkräfte für den durch Wachstum und Innovation getriebenen Arbeitsmarkt der Zukunft zu gewinnen und zu fördern. „MINT-Kompetenzen erkennen und ausbauen beginnt bereits in der frühkindlichen Bildung und setzt sich auch an den Übergängen während der Schulzeit und dann zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fort. Arbeitsplätze in der pharmazeutisch-chemischen Industrie sind vorwiegend naturwissenschaftlich-technisch geprägt. Daher finden junge Menschen bei uns in den Bereichen Naturwissenschaft & Technik ein breites Ausbildungs- und Einsatzfeld, sehr gute Berufsperspektiven und – nicht zuletzt - einen spannenden Arbeitsalltag.“

Dr. Heike Schettler

Frau Dr. Heike Schettler studierte Chemie in Halle-Wittenberg und Stuttgart, arbeitete in der Folge im Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und promovierte 1994 im Bereich Physikalische Chemie an der Universität Tübingen zum Dr. rer. nat. Nach einem Lehr- und Forschungsaufenthalt an der University of Texas in Arlington in den USA war sie für Unternehmen wie BMW, KNM und die Technologie-Beratung Highserve, die sie 1999 gründete, tätig. Ausgelöst durch das Interesse an der sie umgebenden Lebenswelt und die interessierten Fragen ihrer eigenen und vieler anderer Kinder entschloss sie sich 2002 zurück zu den Wurzeln ihres Interesses zu gehen. Sie gründete die Bildungseinrichtung Science-Lab, die sich seitdem intensiv für eine spürbare Veränderung der naturwissenschaftlichen und technischen Bildung im Kindesalter einsetzt. Dabei kommt es ihr vor allem auf eine neue methodische Herangehensweise an, die die Sicht der Kinder in den Mittelpunkt stellt, die Fragen aus ihrer Lebenswelt altersgerecht aufgreift, die den Kindern Raum und Zeit zur eigenen Entdeckung gibt, diese Entdeckungen wertschätzt, die wissenschaftliche Methodik schult und die Grundlage für lebenslanges Lernen schafft.

Dr. Ulrike Struwe

Dr. Ulrike Struwe ist seit 2001 als Diplom-Soziologin im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld, tätig. Sie verantwortete mehrere quantitativ wie qualitativ angelegte Studien zum Berufsfindungsprozess sowie zum beruflichen Übergang von technisch interessierten Jugendlichen. Seit 2011 leitet sie die Geschäftsstelle des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen – Komm, mach MINT. Ihr Interesse an MINT und der MINT-Bildung in Deutschland ist vor allem der Gewinnung von jungen Frauen für die spannenden und vielseitigen MINT-Studiengänge und -Berufe gewidmet. „Deutschland ist ein Hochtechnologieland. Die wesentlichen Fragen der Zukunft, ob im Bereich der Energiesicherung und Ressourcenoptimierung, die Gestaltung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auf Grund demografischer Entwicklungen, der medizinische Fortschritt, Katastrophenschutz, Klimawandel oder die Weiterentwicklung der Gesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft haben sämtlich einen Bezug zu MINT, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“ so Ulrike Struwe. Sie ist davon überzeugt, „wer sich für einen MINT-Beruf entscheidet, kann dazu beitragen, drängende Probleme unserer Zeit zu lösen“.

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