„Mathe ist mehr als
nur ein Schulfach.“
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Dialog im Kanzleramt Rike Müller-Werkmeister
Rike Müller-Werkmeister

Mein Beruf steht für das N in MINT - ich bin Nachwuchswissenschaftlerin in der (bio)physikalischen Grundlagenforschung. Für meine Promotion an der Uni Frankfurt zum Thema "Untersuchung biomolekularer Dynamik mit zeitaufgelöster 2D-Infrarotspektroskopie" nutze ich physikalische Technologien, um biochemische Fragen zu untersuchen.

In der Zukunft möchte ich in der Wissenschaft bleiben und Methoden entwickeln, um die Dynamik von Biomolekülen in Echtzeit mit atomarer Auflösung zu messen - sozusagen "filmen" wie ein Biomolekül funktioniert. Erst als Postdoc in Hamburg und Toronto - und dann auch mit einer eigenen unabhängigen Gruppe, irgendwann als Professorin (!?). Andere mit meiner Begeisterung für das N - die Naturwissenschaften - angesteckt, habe ich schon als (ehemalige) Vorsitzende des Deutschen Jungforschernetzwerks - juFORUM e.V. oder später bei Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten.

Der Besuch im Kanzleramt war sehr anregend und ich habe mich extrem gefreut, dass ich gebeten wurde, als "Nachwuchskraft" ein Impulsstatement zum Thema "Netzwerke" zu geben. "Frauen in Führungspositionen" sollten normal werden und nicht mehr besonderer Diskussion bedürfen, doch das wurde bei der Konferenz deutlich - die Vorbilder sind wenige und die, auch subtilen oder gesellschaftlichen Schwierigkeiten immer noch sehr hoch. Umso erfreulicher ist, dass Frau Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Funktion als "das" weibliche Vorbild, zu dieser Konferenz geladen hatte. Für mich war insbesondere interessant zu hören, was nicht nur Frauen aus der Wissenschaft, sondern auch aus Wirtschaft oder Verwaltung zu sagen hatten.

Mein Fazit ist, dass die Diskussion über Gleichberechtigung (ohne Gleichmacherei) weiter sowohl mit (jungen) Frauen, als auch Männern geführt werden muss. Frauen müssen nicht nur ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten entwickeln sondern auch lernen, den Mut zu haben Führung zu wollen, während Männer aktiv an notwendiger gesellschaftlicher Veränderung teilnehmen müssen. Interessante Gespräche nach der Konferenz haben sich z.B. mit der Präsidentin der Uni Göttingen Ulrike Beisiegel oder der Journalistin Marion Horn und meiner Sitznachbarin Friede Springer ergeben.

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