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nur ein Schulfach.“
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Nachrichten des MINT-Portals
09.05.2014

2. Nationaler MINT Gipfel | MINT-Talent in Breite und Spitze fördern

Berlin, 8. Mai 2014. Zum zweiten Mal fand am Donnerstag der Nationale MINT Gipfel statt, der von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Sylvia Löhrmann, eröffnet wurde. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. "MINT Zukunft schaffen" ist mit seinem Vorsitzenden Thomas Sattelberger, Mitinitiator des Forums.

v.l.: Thomas Sattelberger, Vorsitzender MINT Zukunft schaffen und Sprecher Nationales MINT Forum, Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, und Henning Kagermann, Sprecher Nationales MINT Forum (Quelle: David Ausserhofer)

Auf dem 2. Nationalen MINT Gipfel wurden Forderungen und Grundsätze zur MINT-Bildung präsentiert und mit Vertretern von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. Die Sprecher des Nationalen MINT Forums, Professor Henning Kagermann und Thomas Sattelberger, thematisierten in ihren Eingangsstatements die Herausforderungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 für die MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungskette.

Professor Henning Kagermann, Sprecher des Nationalen MINT-Forums: „Wir wollen die digitale Revolution gestalten. Dazu brauchen wir bestens qualifizierte MINT-Fachkräfte, die in unserem Land attraktive Perspektiven in der Breite und in der Spitze haben. MINT-Talente müssen systematisch gefördert, wertgeschätzt und gehalten werden.“ In dem vom Nationalen MINT Forum beschlossenen Grundsatzpapier wird MINT-Bildung als wesentlicher Teil der Allgemeinbildung und zugleich als lebenslanger Lernprozess formuliert. „Eine solide naturwissenschaftlich-technische Grundbildung der gesamten Bevölkerung wird immer wichtiger, weil die Gesellschaft neue Technologien verstehen, beurteilen und bewerten muss. MINT-Grundbildung ist unerlässlich, um die Balance zwischen gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Nutzen sowie den berechtigten Interessen des Einzelnen zu finden“, so Professor Henning Kagermann.

Thomas Sattelberger, Sprecher des Nationalen MINT-Forums, betont den doppelten Charakter von MINT-Bildung: „Technik ist sowohl ein prägender Bestandteil unserer Kultur als auch Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Doch die Aufgabe ist komplexer als oft angenommen. Wie beim Pyramidenbau, so muss auch das Fundament der MINT-Talentpyramide breit angelegt werden, allein schon vor dem Hintergrund des demographisch bedingten Rückgangs der Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber aus den klassischen Bewerbersegmenten.“ Die soziale Durchlässigkeit im Bildungssystem von der Basis bis in die Spitze müsse erhöht werden, hebt Thomas Sattelberger hervor. „Gerade die rasch steigende Einwanderung erfordert, unser Bildungssystem schnellstmöglich auch für bislang übersehene, bzw. vernachlässigte Talentquellen jeden Alters und jeder Herkunft zu öffnen. Gleichzeitig müssen wir alles tun, um attraktiver für die Rückkehr und Bindung von Spitzentalent in MINT-Forschung und -Lehre zu sein.“

Die zahlreichen MINT-Initiativen der vergangenen Jahre zeigen nach Einschätzung des Nationalen MINT Forums positive Ergebnisse im Bereich der akademischen MINT-Bildung. In den Natur- und Technikwissenschaften gibt es nicht nur kräftig steigende Studierendenzahlen, sondern auch einen höheren MINT-Anteil an den Studierendenzahlen generell. Allerdings sind die MINT-Studienabbrecherquoten nach wie vor viel zu hoch. Zudem bereitet die schnell wachsende Fachkräftelücke im gewerblich-technischen Bereich – Facharbeiter, Meister, Techniker – große Sorge.

Zum Hintergrund:

Das Nationale MINT Forum ist mit seinen 28 überregionalen Mitgliedern seit seiner Gründung 2012 die nationale Stimme für konkrete Forderungen an die Politik zur Stärkung der gesamten MINT-Bildungskette - von der frühkindlichen über die schulische, die berufliche und akademische Bildung bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen.

In der Mosaikhalle der Siemens AG Berlin diskutierten hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter Dr. Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Daimler AG), Franz Fehrenbach (Aufsichtsratsvorsitzender Robert Bosch GmbH) und Michael Sommer (DGB-Vorsitzender).

Im Rahmen des 2. Nationalen MINT Gipfels fand außerdem die Preisverleihung des Wettbewerbs MINTernational des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Daimler AG und der Daimler und Benz Stiftung statt.

Das Programm des 2. Nationalen MINT Gipfel finden Sie hier.

Dateien:
MINT-Gipfel_1.jpg51 K


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