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Nachrichten des MINT-Portals
23.08.2015

Alexander Rabe, neuer Geschäftsführer unseres Partners der Gesellschaft für Informatik, im Interview

MZs: Sie sind seit Kurzem der Geschäftsführer Gesellschaft für Informatik, was war bisher Ihre interessanteste (MINT) Erfahrung.

Alexander Rabe: Ich arbeite seit vielen Jahren an der Schnittstelle der IT- und IKT-Innovationsforschung und -vermarktung und habe mich viele Jahre der Weiterbildung von Fach- und Führungskräften der IT und Informatik gewidmet. Als Geschäftsführer der größten Fachgesellschaft von und für InformatikerInnen im deutschsprachigen Raum habe ich jedoch nochmal ganz besonders intensiv erleben dürfen, wie sehr dieses vermeintlich abstrakte Thema "IT und Informatik" von Menschen geprägt und gelebt wird. Das ist eine nachhaltige Erfahrung im Umgang mit technologischen Entwicklungen die durch die Informatik erst ermöglicht werden.

MZs: Die Gesellschaft für Informatik hat mit Ihren rund 20 000 Mitgliedern viele Facetten von den Fachbereichen künstliche Intelligenz bis hin zu Technischer Informatik und Informatik in der Ausbildung, wie werden Sie als Organisation diesen doch unterschiedlichen Aufgaben gerecht?

Alexander Rabe: Durch das Engagement unserer Mitglieder die sich ehrenamtlich um die die Ausgestaltung der inhaltlichen fundierten Diskussionen in unseren 13 Fachbereichen und rund 150 Fachgruppen kümmern. Wir sind ein lebendiger Verein, der sich thematisch und regional in ganz Deutschland austauscht. Wir beziehen Position zu allen relevanten Themen der IT und Informatik in den Medien, in der Politik aber auch gegenüber Wissenschaft und Wirtschaft. Gerade in jüngster Zeit sind durch die zahlreichen Abhör-Skandale auf der einen Seite, aber auch durch immer spannendere Innovationen wie etwa die selbstfahrenden Google-Automobile oder innovative Ansätze der IT im Gesundheits- oder Energiebereich auf der anderen Seite, die Anforderungen an unsere zahlreichen Experten innerhalb der GI hierzu stark gestiegen und die GI ist wieder verstärkt ein gefragter Ansprechpartner und Kompetenzgeber gegenüber Politik und Medien geworden. Das freut uns insbesondere, da wir bereits seit 1969 die Disziplin der Informatik und deren Bedeutung fördern.

http://www.gi.de/wir-ueber-uns.html

MZs: Ihr riesiges Jugendprojekt Informatikbiber hat im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Teilnehmer gewonnen. Was macht sie so erfolgreich?

Alexander Rabe: Die Umstände. Die Digitalisierung ist mittlerweile in alle Lebensbereiche vorgedrungen und somit auch die Erkenntnis, dass eine informatische Grundbildung heutzutage so wichtig wie rechnen und schreiben geworden ist. Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Fraunhofer Verbund IuK Technologie als auch auch der Max Planck Gesellschaft, wird die BMBF geförderte Initiative "Bundesweit Informatiknachwuchs fördern - BWINF" von Jahr zu Jahr erfolgreicher. Wir hoffen natürlich auch, dass die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler hierbei irgendwann einmal auf deren Ausbildungs- und Berufswahl sich niederschlagen wird und wir zukünftig im internationalen Vergleich ein schlagkräftiger, weil gut ausgebildeter Informatikstandort werden. https://www.bwinf.de 

MZs: Sie haben in Ihren Reihen Juniorfellows, was genau ist deren Aufgabe, wie untertützen sie das Thema MINT?

Alexander Rabe: Junior-Fellows setzen sich mit wissenschafts- und gesellschaftspolitischen Themenstellungen der Informatik auseinander, initiieren eigene Projekte und verfolgen und präsentieren diese innerhalb und außerhalb der GI. Ein großes Thema der Juniorfellows ist "Informatik und Schule". Die Juniorfellows setzen sich dafür ein, Informatik mehr und früher zu unterrichten. Wobei Informatik dabei natürlich häufig auch in MINT aufgeht - wir sind das "I" in MINT. https://www.gi.de/wir-ueber-uns/personen/junior-fellowship.html 

https://www.gi.de/wir-ueber-uns/personen/junior-fellowship.html

MZs: Es gibt noch viel zu wenig Mädchen in der IT, sie scheuen einfach das Nerdimage, die GI hat ein Projekt "Girls go Informatik, was für Erfahrungen wurden gemacht?

Alexander Rabe: Bei dem Projekt "Girls go Informatik" (GGI) haben wir interessierten Mädchen Rollenvorbilder präsentiert: Informatikerinnen, die in ganz unterschiedlichen Feldern der Informatik gearbeitet und von ihren Erfahrungen berichtet haben: vom Studium über den Karriereweg bis hin zur täglichen Arbeit und der Organisation des Familienlebens als berufstätige Informatikerin. Das Projekt wurde betreut durch die GI-Fachgruppe Frauen und Informatik, deren Mitglieder sich mit diesen Themenaspekten auch heute noch aktiv auseinandersetzen. Aktuell unterstützt die Fachgruppe das die im Oktober stattfindende Ada Lovelace Festimval in Berlin. www.frauen-informatik.de 

MZs: Wie sieht das Engagement der GI bei "MINT-Zukunft schaffen" aus?

Alexander Rabe: Die GI entsendet Botschafter in das MINT-Netzwerk, wir suchen MINT-freundliche Schulen, stehen Pate für diese und haben in der Vergangenheit die Auszeichnung der Schulen ausgerichtet. Unsere Pressesprecherin und meine Stellvertreterin in der Geschäftsstelle, Frau Cornelia Winter, ist hier bereits seit vielen Jahren engagiert und bringt sich in die jeweiligen Diskussionen mit ein. Wir begleiten die MINT-Veranstaltungen durch Öffentlichkeitsarbeit und in der Vergangenheit durch die Organisation von Moderation. Jüngst haben wir unsere Kooperation gemeinsam mit Ihrem Vorsitzenden Thomas Sattelberger erneuert und wir planen auch zukünftig weiter eng miteinander für den MINT Nachwuchs aber auch für mehr Gründergeist aus dem MINT Umfeld heraus zu werben. Ich freue mich sehr auf diesen Austausch.



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